Der Rauchwarnmelder

Rauchwarnmelder, umgangssprachlich auch Rauchmelder genannt, sind kleine aber sehr wichtige Lebensretter.

 

Ein paar verbreitete Irrtümer mit den Richtigstellungen dazu:

"Wenn es brennt, habe hat man circa 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen" oder auch gerne "mir bleibt sowieso genug Zeit, mich in Sicherheit zu bringen".

Dies ist ein gefährlicher Irrtum, denn im Durchschnitt sind weniger als 4 Minuten zur Flucht verfügbar. Bei Bränden entstehen gerade in der Schwelphase,

also kurz nach Brandbeginn, große Mengen hochgiftiger Gase. Es bleiben nur zwei bis vier Minuten zur Flucht.

 

"Die Hitze wird mich schon rechtzeitig wecken“, "wer aufpasst, dem passiert auch nichts" oder auch "Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren".

Dies sind ebenfalls sehr gefährliche Irrtümer, denn wenn sie die Hitze merken ist es in der Regel zu spät. Auch bei größter Vorsicht, passieren Dinge die Sie nicht kontrollieren können.

Auch Haustiere schlafen oder sind teils in anderen Räumen und können dadurch nicht immer zeitig alarmieren.

 

"Ein Haus aus Stein kann nicht brennen."

Das Haus vielleicht nicht, aber alles was sich darin befindet. Teppich, Gardienen, Möbel oder auch Elektronik. Alles kann bei Brand extrem giftige Gase erzeugen.

 

"Rauchmelder sind zu teuer".

Abgesehen davon, dass es Leben retten kann. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?

Rauchmelder gibt es schon von guten und qualitativen Marken wie "Busch-Jaeger, ABUS oder Brennenstuhl" ab 5€.

 

Statistiken aus der EU haben ergeben, dass zwar die meisten Brände am Tag vorkommen (circa über 65%) statt nachts (circa 35%).

Jedoch fordern die Brände nachts, mit circa 70%, mehr Opfer als am Tage mit circa 30%.

 

 

In der Regel arbeiten Heimmelder nach einem optischen Prinzip. Innerhalb des Rauchmelders befindet sich eine Leichtdiode und ein Fotosensor, welcher Licht erfasst.

Das innere des Melders reflektiert nicht, erst wenn Rauch eindringt ins Gehäuse wird das Licht der Leuchtdiode reflektiert und durch die Fotolinse wahrgenommen.

Dann wird ein akustischer und teils optischer Alarm ausgelöst.

 

Abgesehen davon, dass die Geräte sehr erschwinglich sind und Leben retten können, sind sie in den meisten Bundesländern Pflicht.

In Schleswig-Holstein sind diese für Neubauten seit 2005 und für Bestandsbauten seit 2011 Pflicht.

 

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Melder eine der folgenden Normen erfüllen:

DIN 14676

DIN 14675

DIN EN 14604

 

Es gibt Rauchmelder auch mit einem Q-Symbol bzw. mit einem Q-Qualitätszeichen.

Dieses Symbol bezieungweise Zeichen wurde von Herstellern für besonders hochwertige Melder geschaffen.

Solche Melder verfügen immer über eine festeingebaute 10 Jahres Batterie.

 

Es wird zusätzlich empfohlen, nur Melder zu nehmen die über Batterien betrieben werden.

Bei Meldern, welche auf eine kabelgebundene Stromversorgung angewiesen sind, muss eine Notstromversorgung vorhanden sein.

Es ist empfohlen Melder alle 10 Jahre zu wechseln.

Nach einem Vorfall, sollte dieser umgehen von einem Techniker überprüft werden oder zur Sicherheit ausgetauscht werden.

 

Welche Positionierung des Melders ist am sinnvollsten?

An der Decke und circa 50 cm von jeder Wand entfernt.

 

Wie viele Melder sollte man nutzen?

Im Idealfall pro Raum einen. Mindestens jedoch einen Melder auf dem Flur (pro Etage).

 

 

Für zusätzlichen Schutz ist es eine gute Idee, einen Kohlenstoffmonoxid-Melder (CO-Melder) zu nutzen.

Denn anders wie ein typisches Rauchgasgemisch, ist Kohlenstoffmonoxid bzw. CO, geruchsneutral.

Es reichen teils schon 3 tiefe Atemzüge für eine Bewusstlosigkeit.

Dazu ist eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung schwerer zu behandeln und verläuft meist tödlich.

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